BRANDING & DESIGN I 3 MIN. LESEZEIT

Branding-Basics: In
11 Schritten eine starke
Marke aufbauen.

SEPTEMBER 30, 2020

VERFASST VON:

SERAP

Eine Marke, die einen Wiedererkennungswert hat und geliebt wird, ist das Wertvollste, was dein Unternehmen je besitzen wird. Eine Nielson-Studie besagt, dass 59% der Konsumenten es bevorzugen von einer Marke zu kaufen, die ihnen bekannt ist.

Als ein kleines Unternehmen mag es zunächst schwierig erscheinen neben all‘ den großen Marken aufzufallen. Das Budget ist limitiert und die Ressourcen knapp. Genau deswegen ist es wichtig, dass du dir diese Anleitung zu Herzen nimmst und Wege findest, dich von der Masse abzuheben.

Was ist eine Marke und was ist Branding?

Branding ist viel mehr als ein gutes Logo oder eine gut-platzierte Werbung. In den Worte des Gründers von Amazon, Jeff Bezos, „ist dein Brand das, was andere Leute über dich sagen, wenn du nicht im Raum bist.“ Sprich: es ist dein Ruf.

Diese Marke aufzubauen nimmt Zeit in Anspruch. Nichts passiert über Nacht oder gar innerhalb weniger Monate. Doch die langfristigen Effekte werden dir dabei helfen eine feste und unzertrennliche Bindung zu deinen Kunden aufzubauen. Sie werden loyal zu deiner Marke stehen. Das wiederum wird zu mehr Verkäufen, mehr Projekten und Mund-zu-Mund-Prooaganda führen. Wie du zu diesem Punkt gelangst? Nutze die unten angeführten Punkte, um mit deiner Marke durchzustarten.

1. Finde den Sinn hinter deiner Marke heraus

Hinter jeder erfolgreichen Marke steckt eine mächtige Mission. Das sollte bei dir ebenso sein. Hier einige Fragen, die dir dabei helfen können, herauszufinden, was dich und dein Unternehmen antreibt:
  • Wieso existierst du?
  • Was unterscheidet dich?
  • Welches Problem löst du?
  • Wieso sollte es die Menschen interessieren?

Studien zeigen, dass 50% aller Konsumenten weltweit beim Kauf auf die Werte eines Unternehmens achten. Geh‘ also tief in dich und finde heraus, was dich von allen anderen Brands hervorstechen lässt.

Das Konzept des Goldenen Kreises kann dich dabei unterstützen den Sinn einer Tätigkeit herauszufinden. Sowohl im Beruflichen als auch im Privaten.

Unten findest du eines der berühmtesten TED-Talks, die es im Internet gibt. Dieses Video erklärt dir, wie du den Goldenen Kreis anwenden kann. Wir selber haben es wahrscheinlich schon hunderte Male gesehen und legen es jedem ans Herz, der in der Phase ist seine Marke zu erkunden. Genau dieser Schritt darf auf keinen Fall unterschätzt werden.

2. Untersuche Konkurrenten in deiner Branche.

Du solltest niemals das imitieren, was große Marken tun. Aber du solltest wissen, was sie gut meistern und worin sie scheitern.

Das Ziel ist es, Kunden zu überzeugen, dass sie sich nicht für die Konkurrenz, sondern für dich entscheiden.

Analysiere hierfür zunächst wie gut sie die unterschiedlichen Elemente ihrer Marke konstruiert haben. Nimm‘ dir beispielsweise den Markennamen: Damit ein Markenname effektiv ist, muss er leicht zu kommunizieren, zu erkennen und zu erinnern sein. Stelle dir folgende Fragen:

  • Ist der Konkurrent sowohl in seiner Message als auch in seiner visuellen Identität über alle Kanäle hinweg konsistent?
  • Was ist die Qualität der Produkte oder des Service?
  • Hat der Konkurrent Kunden-Rezensionen der Empfehlungen, die du lesen kannst?
  • Auf welche Art und Weise vermarktet der Konkurrent sein Unternehmen. Sowohl online, als auch offline?
Wähle zwei bis vier Unternehmen aus und notiere dir alles. Du wirst erstaunt sein, wie viel du für dich mitnehmen wirst.

3. Bestimme die Zielgruppe deiner Marke

Um deine Marken aufzubauen, ist es grundlegend deine Zielgruppe zu bestimmen. Schließlich kannst du nicht für alle, alles sein, oder? Es ist wichtig herauszufinden, wen du erreichen möchtest. Basierend darauf kannst du ihre exakten Bedürfnisse stillen.

Der Schlüssel liegt hier darin spezifisch zu sein. Du musst das Verhalten und den Lebensstil deiner Kunden analysieren. Einige Beispiele hierzu:

  • Anstelle von „Müttern“, solltest du deine Nische auf „alleinerziehende Mütter, die Vollzeit arbeiten“ beschränken.
  • „Technik-affine Menschen“ ist zu allgemein. „Technik-affine Menschen, die schon lange mit diesen Tools arbeiten und große Teams leiten“ ist bessern.
  • Dasselbe gilt für „Studenten“. Eine Alternative stellen hier „Studenten, die während des Sommers im Ausland studieren“ dar.

Den Vorteil gegenüber der Konkurrenz wirst du erst dann erzielen, wenn du deine Zielgruppe sehr stark spezifizierst und deine Marken-Message damit kristallklar am Rezipienten ankommt. Hier kommen die sogenannten „Buyer Personas“ ins Spiel. Wie du diese erstellst, kannst du hier nachlesen: https://blog.hubspot.de/marketing/buyer-personas-fuer-ihr-unternehmen-erstellen

4. Erstelle ein Statement, das deine Marken-Mission vermittelt.

Hast du bereits über deine Mission als Unternehmen nachgedacht? Wenn ja, solltest du eine klare Aussage definieren, die erklärt was die Leidenschaft deiner Marke ist.

Das sollte dein „Wieso“ sein: der Grund, wieso du jeden Tag aufstehst und arbeitest.

Bevor du dieses Statement kreieren kannst, muss du wissen, für welche Werte dein Unternehmen einsteht. Dieses Statement wird sich in weiterer Folge in deinem Logo, deiner Stimme, deiner Message und deiner Persönlichkeit spiegeln. Wenn Menschen dich fragen, was du genau tust, wirst du mit dieser Aussage antworten.

Ein Beispiel dafür zeigt uns Nike.

Ihr Slogan ist: „Just do it.“ Ihre Mission: „To bring inspiration and innovation to every athlete in the world.“ Diese Mission kannst du überall finden. Sie fokussieren sich auf Athleten, die Nike nutzen, um das Beste aus sich zu holen.

Und dann setzen sie noch einen drauf: „If you have a body, you are an athlete.“ Das erweitert ihre Zielgruppe und spricht jeden an, der einen „body“ hat. Wichtig ist hier, dass man mit der Nischen-Zielgruppe beginnt und diese dann mit der Zeit erweitert.

5. Stelle klar, welche Qualitäten und Vorteile deine Marke anbietet.

Es wird immer Marken geben, die mehr Budget und Ressourcen haben. Dein Service, deine Produkte und Vorteile jedoch gehören nur dir.

Wenn du eine Marke kreieren möchtest, die hervorsticht, musst du genau überlegen, was du anbietest, was sonst niemand anbieten kann. Fokussiere dich auf die Dinge, die dein Unternehmen einzigartig machen.

Denke darüber nach, welchen Mehrwert du anbietest, um das Leben deiner Kunden zu verbessern. Hier sind einige Beispiele:

  • Authentischeres und transparenteres Kundenservice.
  • Eine bessere Art Produktivität zu unterstützen
  • Kosten mit einer leistbaren Option reduzieren
  • Zeit bei alltäglichen Aufgaben sparen

6. Forme deine persönliche Marken-Stimme

Die Stimme deiner Marke hängt von der Mission deines Unternehmens, deiner Zielgruppe und deiner Branche ab. Es ist die Art, wie du mit deinen Kunden kommunizierst und wie sie dir Antworten. 

Eine Marken-Stimme kann sein:

  • Professionell
  • Freundlich
  • Service-orientiert
  • Autoritär
  • Technisch
  • Unterhaltsam
  • Informativ
  • Werbend

Es gibt unendliche Adjektive, die deine Stimme beschreiben können. Wichtig ist, dass sie mit deiner Zielgruppe resonnieren. So wirst du die größte Chance haben dich mit deinen Kunden zu verbinden. Besonders wichtig ist das bei Blog-Artikeln und Social-Media-Posts.

7. Forme deine persönliche Marken-Stimme

Kunden sind nicht auf ein weiteres Unternehmen aus, dass die selbe generische Sache, wie jeder andere anbietet. Sie suchen eine Erfahrung, die auf ihre Bedürfnisse maßgeschneidert ist und authentische, persönliche Interaktion bietet.

Wichtig ist, dass du mit dieser Persönlichkeit in allen Kommunikations-Punkten konsistent bist.

Es kann ganz einfach sein. Du könntest beispielsweise:

  • Einen lockeren Ton in deiner Kommunikation anwenden. (Nutze „ich“ und „du“)
  • Behind-the-scenes Inhalte teilen und deinen Kunden erlauben, hinter die Kulisse zu blicken.
  • Geschichten über echte
  • Erfahrungen erzählen
  • Deine Produkte oder Services auf eine witzige Art beschreiben.

8. Baue eine Marken-Geschichte auf.

Wenn du deine Marke kreierst, ist es essenziell, dass du deinen Kunden erklärst, wer du bist. Nutze hierbei die Marken-Stimme, die du ausgewählt hast. Du kannst hier die Schlüssel-Aspekte bezüglich folgender Fragen verwenden:

  • Wer bist du?
  • Was bietest du an?
  • Wieso sollte es die Menschen interessieren?

Wenn du deine Geschichte auf eine menschliche Art kommunizierst, wirst du auf mehr Resonanz stoßen. Der Fokus liegt hier auf der emotionalen Bindung, die du herstellst. Die Sprache, die du verwendest, sollte auf Anhieb verstanden werden und die Kunden aufrichtig berühren. Sprich nicht an, was dein Produkt alles machen kann, sondern wieso es für die Kunden wichtig ist.

Ein Beispiel hierfür bieten die „TOMS“-Schuhe.

Diese Marke hat ein riesiges Publikum auf sozialen Netzwerken aufgebaut und wird sehr positiv aufgenommen. Sie definieren ganz klar ihre Botschaft: „Improving lives. With every product you purchase, TOMS will help a person in need. One for One.“ Diese Geschichte wird in allen Kontaktpunkten mit dem Kunden beibehalten.

9. Kreiere ein Logo und einen Slogan.

Bis jetzt haben wir nicht über die visuellen Aspekte deiner Marke gesprochen, obwohl diese Dinge beim Branding zuerst in den Sinn kommen. Bei diesem Schritt wirst du höchstwahrscheinlich Hilfe durch Creatives und Designer benötigen.

Das Spannendste beim Aufbau einer Marke ist die Auswahl eines Logos und eines Slogans für dein Unternehmen. Dieses Logo wird auf allem, was mit deinem Unternehmen zu tun hat, erscheinen. Es wird zu deiner Identität und deinem Wiedererkennungsmerkmal werden.

Daher ist es wichtig, dass du sowohl Geld als auch Zeit in diesen Schritt investierst. Schlussendlich wirst du ein einzigartiges Resultat in deinen Händen halten, das deine Marke stärken wird.

Wenn du Hilfe benötigst, kannst du entweder einen professionellen Designer oder unsere Werbeagentur kontaktieren. Wir verfügen nicht nur über die nötige Erfahrung dessen, was funktioniert und was nicht, sondern auch über die notwendige professionelle Qualifikation. Für nähere Infos, klicke hier: https://ostwerk.at/branding-design/

Dein Brand-Design muss über eine gewisse Konsistenz verfügen. Diese drückt sich aus in:

  • Logo, Logo-Größe und Platzierung
  • Farb-Palette
  • Typographie und Schriftarten
  • Ikonographie
  • Fotografie und Bildstil
  • Web-Elemente

10. Integriere deine Marke in jedes Element deines Unternehmens

Der Aufbau deiner Marke hört niemals auf. Deine Marke sollte in allem sichtbar sein und sich in allem spiegeln, das dein Kunde sieht, liest und hört.

Wie das gehen soll? Wir erklären es dir:

Wenn ein Kunde in dein Büro eintritt, sollte deine Marke sowohl in deiner Umgebung als auch in deinen persönlichen Interaktionen ersichtlich sein.

Alles Physische – von deiner Visitenkarte, bis hin zur Werbung und Verpackung – sollte dein Logo tragen. Für mehr Infos, wie du das am überzeugendsten schaffst, klicke hier: https://ostwerk.at/2020/06/02/ein-kurzer-crashkurs-corporate-design-die-basics/

Auf allen digitalen Plattformen muss sichergestellt sein, dass deine Marke gleich aussieht. Farben, Formen, Schrifarten etc. müssen alle aufeinander angepasst sein.

Deine Webseite ist der wichtigste Tool für dein Marketing. Achte darauf, dass er deine Stimme, deine Message und deine Persönlichkeit enthält.

11. Integriere deine Marke in jedes Element deines Unternehmens

Du musst konsistent bleiben Ausgenommen du entschließt dich dazu deine Marke in etwas zu verwandeln, das effektiver ist und auf Kunden-Rückmeldung basiert.

Sobald du eine Marken-Stimme kreiert hast, nutze sie in jedem Inhalt, den du produzierst. Was ist der Aufbau deiner Marke wert, wenn du sie nicht konsistent einsetzt? Ändere nicht ständig dein Branding. Diese Inkonsistenz wird deine Kunden verwirren und langfristigen Marken-Aufbau erschweren.

This is the end.

Mit diesen Tipps verfügst du nun über alle notwendigen Basics, um mit deiner Marke durchzustarten.

Solltest du jedoch weiterhin Fragen haben, kannst du uns jederzeit über unsere Webseite (ostwerk.at) oder über unsere Social-Media-Kanäle kontaktieren.

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